WD My Cloud Mirror
Handhabung81%
Ausstattung74%
Verarbeitung81%
Verpackung77%
Preis/Leistung81%
80%Wertung
WD weiß, wie man Festplatten baut. Auch die My Cloud Mirror arbeitet alle Aufgaben souverän ab. Der Medienserver hat aber gewisse Eigenschaften, die zwar die spätere Nutzung schneller machen soll, der aber beim Kopieren vieler (auch kleiner) Dateien erst sehr viel Zeit benötigt. Wer permanent viele Dateien im NAS speichert wird das vielleicht etwas nervig finden, da der Medienserver zunächst ab- und dann später wieder angeschaltet werden muss.

Die My Cloud Mirror ist ein Netzwerkspeicher von Western Digital (WD). Der Festplattenspezialist stattet den 2-Bay-NAS mit Festplatten in verschiedenen Größen sowie mehrere Serverlösungen aus.

Wer ein NAS-System eines bekannten Festplattenherstellers möchte wird bei der My Cloud Mirror von WD eine interessante Alternative finden. Den 2-Bay-Speicher gibt es mit jeweils zwei 2, 3, 4, 5 und 6 TB großen Festplatten.

Die 3,5″-HDDs lassen sich dabei auch wechseln, wenn sie doch einmal kaputt sein sollten. Insgesamt ist das System aber sehr zuverlässig, so dass dies eher nicht innerhalb der normalen Nutzungsdauer passieren wird. Ohne Festplatten ist das Gerät nicht erhältlich.

Zwei USB 3.0 – Anschlüsse und verschiedene Sicherungsmethoden

An der Hinterseite verfügt die My Cloud Mirror neben dem Gigabit-LAN-Anschluss, womit der Netzwerkspeicher ins Heimnetz eingebunden wird, über zwei USB 3.0-Anschlüsse. wd-my-cloud-mirror-1.jpgDies ermöglicht den Anschluss von weiteren Festplatten, auf dem man ebenfalls eine weitere Sicherung aufspielen kann.

Voreingestellt ist die Sicherungsmethode “RAID 1″. Damit steht einem eine Festplatte als Netzwerkspeicher und die andere als Sicherung zur Verfügung. Wer die Kapazität beider Festplatten benötigt muss dabei nicht auf eine Sicherung verzichten. WD hat eine automatische Sicherung auch auf eine angeschlossene USB-Festplatte oder USB-Stick ermöglicht. Umgekehrt funktioniert das leider nicht, auf die integrierten Festplatten lässt sich nur aus dem Netzwerk heraus speichern.

Integrierte Backup-Funktion

PCs und Laptops lassen sich so sogar mehrfach sichern. Theoretisch ist sogar eine Sicherung der Sicherung der Sicherung möglich. Mit WD SmartWare™ wird eine automatische Spiegelung des PC auf der ersten Festplatte geschaffen, die dank RAID 1 auf die zweite Festplatte kopiert wird, die wieder auf eine angeschlossene USB-Festplatte kopiert wird.

Apple-Nutzer können auf ihrem MacOS alle Funktionen von Apple® Time Machine® nutzen. wd-my-cloud-mirror-2.jpgSo sind auch sie perfekt gesichert. Eine automatische Sicherung von mobilen OS auf die Cloud ist hingegen nicht möglich. Es stehen aber Apps zur Verfügung, mit denen man problemlos viele Funktionen auch auf iOS, Android und Windows Phone nutzen kann – auch von unterwegs.

Integrierter DLNA-Server für das Streamen von Filmen und Co.

Dank eines 1,2 GHz – Prozessors und 512 MB Arbeitsspeicher ist die My Cloud Mirror ausreichend flott, um auch größere Dateien schnell zu kopieren. Auch das gleichzeitige Abspielen von mehreren HD-Videos auf DLNA-fähigen Geräten wie Smart TV oder auch auf dem PC, Smartphone, Tablet und Co. ist möglich.

Kleinere Schwächen zeigen sich beim Kopieren von sehr vielen, auch kleineren Dateien. Hier erstellt der Medienserver automatisch Vorschaubilder und führt eine umfangreiche Indexierung durch. Das verlangsamt den Prozess deutlich, auch wenn so die Cloud später schneller arbeitet. Das mag mal ok sein, wer das aber regelmäßig macht wird davon schon genervt.

Vorteile:

  • verschiedene Festplattengrößen möglich
  • RAID 0, 1, JBOD möglich
  • zwei USB 3.0-Anschlüsse
  • Integrierte Backup-Funktionen für PCs
  • Apps für alle gängigen mobilen OS

Nachteile:

  • Schwächelnder Medienserver
  • kein direktes Kopieren von USBauf interne Festplatten möglich

Fazit

WD weiß, wie man Festplatten baut. Auch die My Cloud Mirror arbeitet alle Aufgaben souverän ab. Der Medienserver hat aber gewisse Eigenschaften, die zwar die spätere Nutzung schneller machen soll, der aber beim Kopieren vieler (auch kleiner) Dateien erst sehr viel Zeit benötigt. Wer permanent viele Dateien im NAS speichert wird das vielleicht etwas nervig finden, da der Medienserver zunächst ab- und dann später wieder angeschaltet werden muss.